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Projektilauffangsystem PRS 1090

Modulares Projektilauffangsystem zur möglichst verformungsarmen Rückgewinnung von Projektilen für forensische Untersuchungen.

Projektilauffangsystem PRS 1090
Modelle PRS 1090-1 / -2 / -3 / -x
Einheiten 1 / 2 / 3 / anwendungsabhängig
Abmessungen je nach Modell 1.500–4.700 × 600 × 900 mm

Beschreibung

Das PRS 1090 ist ein modulares Auffangsystem zur Rückgewinnung von Projektilen aus handelsüblicher Munition. Ziel ist es, Projektile möglichst verformungsarm aufzufangen, damit erhaltene Oberflächenmerkmale und Rückstände anschließend mikroskopisch oder chemisch untersucht werden können.

Der segmentierte Aufbau erleichtert die Lokalisierung des Projektils im System. Das nicht brennbare Auffangmaterial lässt sich von oben entnehmen und wechseln. Über die Anzahl der Einheiten wird die Systemlänge an das vorgesehene Kaliber und den jeweiligen Anwendungsfall angepasst.

Die Waffe wird über eine Auflage vor der Eintrittsöffnung ausgerichtet — links mit Kurzwaffe, rechts mit Langwaffe.

PRS 1090 — Auflage mit Kurzwaffe PRS 1090 — Auflage mit Langwaffe

Aufbau und Auffangmaterial

Jede Einheit ist ein eigenständiges Modul; erst die Kombination mehrerer Einheiten ergibt die benötigte Systemlänge. Das Auffangmaterial wird von oben in Lagen eingesetzt, zwischen denen Indikatorscheiben die Eindringtiefe sichtbar machen.

Einzelmodule des PRS 1090 Auffangmaterial mit Indikatorscheiben

Modellübersicht

ModellEinheitenAnwendung / KaliberLängeGewicht inklusive Auffangmaterial
PRS 1090-111.500 mmca. 200 kg
PRS 1090-22Pistolen und Revolver3.200 mmca. 446 kg
PRS 1090-33bis .30-064.700 mmca. 666 kg
PRS 1090-xnach AbsprachekaliberabhängigAnzahl Einheiten × 1.500 mm + 200 mmkonfigurationsabhängig

Alle Ausführungen sind 600 mm breit und 900 mm hoch. Pro Einheit werden 18 kg Auffangmaterial mit einem Querschnitt von 600 × 600 mm eingesetzt.

Zurückgewonnene Projektile

Die zurückgewonnenen Projektile behalten ihre Oberflächenmerkmale weitgehend. Die folgenden Beispiele stammen aus unterschiedlichen Kalibern.

Beispiele zurückgewonnener Projektile aus dem PRS 1090

Vergleich mit einem ähnlichen System

Links im Bild das in einem ähnlichen System aufgefangene Projektil, rechts das aus dem PRS 1090.

Vergleich: ähnliches System (links im Bild) und PRS 1090 (rechts im Bild)

Unverschossen und zurückgewonnen

Jeweils links im Bild das unverschossene Projektil, rechts das aus dem PRS 1090 zurückgewonnene Projektil desselben Kalibers.

.357 Magnum — unverschossen (links im Bild) und aus dem PRS 1090 zurückgewonnen (rechts im Bild)
.357 Magnum
9 mm FMJ RN — unverschossen (links im Bild) und aus dem PRS 1090 zurückgewonnen (rechts im Bild)
9 mm FMJ RN
.45 ACP Hohlspitz — unverschossen (links im Bild) und aus dem PRS 1090 zurückgewonnen (rechts im Bild)
.45 ACP Hohlspitz

Anwendungsbereiche

  • Rückgewinnung von Projektilen für forensische Vergleichsuntersuchungen
  • Mikroskopische Untersuchung erhaltener Oberflächenmerkmale
  • Chemische Untersuchung von Rückständen am Projektil
  • Kaliberabhängige Konfigurationen für unterschiedliche Prüfaufgaben
  • Rückgewinnung von Projektilen aus handelsüblicher Munition
  • Segmentierter Aufbau erleichtert die Lokalisierung und Entnahme des Projektils
  • Systemlänge wird über die Anzahl der Einheiten an die jeweilige Anwendung angepasst
  • Nicht brennbares Auffangmaterial
  • Auffangmaterial kann von oben entnommen und gewechselt werden
  • Unterstützt die mikroskopische und chemische Untersuchung erhaltener Oberflächenmerkmale und Rückstände

Auf einen Blick

  • modular Aufbau
  • 4 Konfigurationen Modelle
  • 1.500–4.700 mm Länge
  • −10 bis +50 °C Temperatur

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