R+P MESPRO

Highspeed-Kamerasysteme

Highspeed-Bildaufnahme für ballistische Prüfungen — Auftreffen, Durchschuss und Geschossverhalten sichtbar gemacht. Anwendungsbezogene Auslegung auf Anfrage.

Highspeed-Kamerasysteme

Was Highspeed-Aufnahmen leisten

Ballistische Sensorik liefert Zahlen: Geschwindigkeit, Kadenz, Anstellwinkel, Druck. Was zwischen zwei Messpunkten passiert, bleibt dabei unsichtbar. Eine Highspeed-Aufnahme schließt genau diese Lücke — sie zeigt den Vorgang selbst, in einer Zeitauflösung, in der ein Geschoss auf dem Einzelbild stillsteht.

Highspeed-Aufnahme — Geschoss vor dem Auftreffen auf die Zielplatte Highspeed-Aufnahme — Auftreffen und Materialabtrag an der Zielplatte Highspeed-Aufnahme — Geschoss nach dem Durchschuss mit Splitterwolke

Die Bildfolge zeigt eine Durchschussprüfung aus unserem Prüflabor: Anflug, Auftreffen mit Materialabtrag und der Zustand von Geschoss und Zielplatte unmittelbar nach dem Durchgang. Zwischen den drei Bildern liegen Mikrosekunden.

Typische Prüfaufgaben

  • Durchschuss- und Auftreffanalyse — Eindringverhalten, Materialabtrag, Splitter- und Spallbildung an der Zielplatte
  • Geschossverhalten im Flug — Anstellwinkel, Taumeln und Deformation ergänzend zur Gierwinkelmessung
  • Mündungsvorgänge — Austritt, Gasstrahl und Mündungsfeuer im zeitlichen Ablauf
  • Funktionsanalyse — Verschluss-, Zuführ- und Auswurfvorgänge bei automatischen Waffen
  • Fehlerklärung — nachvollziehbare Ursachensuche, wenn eine Prüfung unerwartet verläuft

Aufnahmen aus dem Prüflabor

Drei Beispiele aus eigenen Versuchsreihen: Funktionsablauf der Waffe, Materialbeschuss und Geschoss im Flug. Die Aufnahmen sind ohne Ton.

Mündungsvorgang am Revolver
Materialbeschuss .308 auf Aluminium
Geschoss .45 ACP im Flug

Einbindung in die Messkette

Die Kamera wird nicht neben der Messtechnik betrieben, sondern aus ihr heraus ausgelöst: Eine vorhandene Lichtschranke, ein optischer Sensor oder das Messsystem gibt den Trigger, sodass das Bildmaterial zeitlich zu den Messwerten passt. Damit lässt sich ein Prüfbericht um genau die Sequenz ergänzen, die den gemessenen Wert erklärt.

Auslegung

Kamera, Optik, Beleuchtung und Triggerung hängen von der Prüfaufgabe ab — von Kaliber und Geschwindigkeit über den Aufnahmeabstand bis zum verfügbaren Licht im Schießkanal. Wir legen die Konfiguration anwendungsbezogen aus und stellen sie als Teil des Prüfaufbaus bereit. Angebot und Auslegung auf Anfrage.

  • Macht Vorgänge sichtbar, die für Sensorik allein nicht auflösbar sind
  • Auftreff-, Durchschuss- und Splitterverhalten Bild für Bild
  • Geschossverhalten im Flug — Anstellwinkel, Taumeln, Deformation
  • Mündungsvorgänge und Funktionsablauf der Waffe
  • Auslösung aus der bestehenden Messkette, z. B. über Lichtschranke oder Sensor
  • Bildmaterial als Beleg im Prüfbericht, zusätzlich zum Messwert
  • Auslegung von Kamera, Optik und Beleuchtung nach Prüfaufgabe — auf Anfrage

Auf einen Blick

  • Ballistische Prüfungen Einsatz
  • anwendungsbezogen Auslegung
  • aus der Messkette Auslösung
  • auf Anfrage Angebot

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